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Requiem für einen polnischen Jungen (Waldhorn in F)

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Beschreibung


Requiem für einen polnischen Jungen

Nach Texten von Opfern des Faschismus

A4-Partitur für Waldhorn in F, 12 Seiten
Art.-Nr. 50150-137-3
von Dietrich Lohff

Dieses Werk für gemischten Chor, Kammerorchester, Sopran und Knabenstimme des Heidelberger Komponisten Dietrich Lohff basiert auf Texten von Opfern des Faschismus und wurde 1997 zum Gedenken an die "Reichspogromnacht" geschrieben. Seine Eindringlichkeit verdankt es der Ausdruckskraft der acht vertonten Gedichte, sowie der einfühlsamen musikalischen Umsetzung. Am 8. und 9. November 1998 wurde es in sechs deutschen Städten, darunter in der Dreikönigskirche zu Dresden, uraufgeführt. Am 27. Januar 1999 erklangen Teile des Requiems anlässlich einer Gedenkfeier des Deutschen Bundestages. Das Werk wurde international bisher über hundertmal aufgeführt und gehört mittlerweile zum Standardrepertoire vieler Chöre.

In den beiden Nächten des 9. und 10. November 1938, fielen in der "Reichspogromnacht" mehr als 800 Menschen dem Wüten der Nazis zum Opfer. Ein großartiger Beitrag zur wichtigen Erinnerungskultur, mit einem musikalischen Werk der Opfer zu gedenken und an das zu erinnern, was nie mehr geschehen darf.

TOTENGEBET (Text: G. Kafka)
SCHLAFLIED FÜR DANIEL (Text: S. Einstein)
SONETT VON DER ENDGÜLTIGEN FRAGE (Text: J. Thoor)
ICH MÖCHTE LEBEN (Text: S. Meerbaum-Eisinger)
EUCH FEHLT DIE PHANTASIE (Text: M. Gumpert)
ELEGIE AUF EINEN POLNISCHEN JUNGEN (Text: K. K. Baczinski)
HEIMKEHR (Text: F. T. Csokor)
EIN JÜDISCH' KIND (Text: unbekannt)

Erhältliche Ausgaben & Einzelstimmen


• Partitur (B4)
• Klavierauszug
• Chorpartitur
• Harmonieset (Orchesterstimmen)
• Streicherset A (5.5.3.2.2.1)
• Streicherset B (1.1.1.1.1.1)
• Audio-Download

• Flöte/Piccolo
• Englisch Horn in F
• Bassklarinette/Klarinette in B
• Waldhorn in F
• Trompete in B
• Posaune
• Orgel
• Schlagwerk
• Viola 1 & 2
• Viola 3
• Violoncello 1
• Violoncello 2
• Kontrabass

Der Autor


Dietrich Lohff wurde in Tauche bei Berlin als Sohn eines Pfarrers geboren. Mit fünf Jahren erhielt Lohff den ersten Klavierunterricht, worauf kurze Zeit später erste Kompositionsversuche folgten. Lohff studierte Kirchenmusik, Schulmusik und Germanistik in Heidelberg und Mannheim. Seine Kompositionslehrer waren Heinz Werner Zimmermann und Georg von Albrecht.

In den Jahren 1967 bis 1970 war er im Vorstand des "Sozialistischen Deutschen Studentenbundes" (SDS). Lohff war in dieser Zeit ebenfalls Herausgeber einer sozialistischen Schülerzeitschrift "Die Rote Schülerpresse". Wegen dieser politischen Tätigkeit wurde Lohff zunächst mit Berufsverbot belegt, konnte aber ab 1970 wieder als Musiklehrer am privaten Boxberg-Gymnasium in Heidelberg arbeiten. Dietrich Lohff war Stipendiat der "Darmstädter Ferienkurse für neue Musik" und des Richard Wagner Verbandes und erhielt mehrere Kompositionsaufträge. Lohff schrieb zunächst überwiegend experimentelle Musik, wie zum Beispiel die "Sakrophonie, optische Musik für einen kirchlichen Raum" oder die Kantate "Eintracht Frankfurt". Nach langer Schaffenspause wandte er sich allerdings von der experimentellen Musik ab und der tonalen, durch Rockmusik beeinflussten Musik zu.

Mit seinem "Requiem für einen polnischen Jungen" (nach Texten von Opfern des Faschismus) konnte er auch international große Erfolge verzeichnen. Dieses Werk wurde 1998 in sechs deutschen Städten gleichzeitig uraufgeführt, wobei die Aufführung durch die Meißner Kantorei 1961 in Dresden (unter der Leitung von Christfried Brödel) vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) mitgeschnitten wurde. Es folgten Konzerte in Österreich (in der Grazer Synagoge), in Polen und in den Niederlanden. Zu einer Feierstunde des Deutschen Bundestages im Jahr 1999 kamen Teile des Requiems mit dem Bonner Kammerchor unter der Leitung von Peter Henn zur Aufführung.

Am 1. Oktober 2016 starb Lohff in einem Heidelberger Krankenhaus.